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Sitzung des Fachbereichsausschusses II (Jugend, Bildung und Soziales) am 04. Juli 2019 05.07.2019 


Zukunftsthemen bestimmten die Beratungen der gestrigen Sitzung des Fachbereichsausschusses II. So berichtete zunächst Fachbereichsleiterin Thiel über die derzeitige technische Ausstattung der drei gemeindlichen Grundschulen in Bezug auf die fortschreitende Digitalisierung. Um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können, müssen selbstverständlich Investitionen in die Infrastruktur erfolgen. Da diese auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der jeweiligen Schule ausgerichtet werden müssen, sind dort zunächst die Vorarbeiten zu leisten. Derzeit sind alle Schulleitungen dabei, Medienkompetenzkonzepte zu entwickeln. Der Fortbildung des gesamten Kollegiums wird hierbei ein hoher Stellenwert eingeräumt. Auf Grundlage dieser Konzepte werden wiederum Medienentwicklungspläne erstellt, die wiederum die Beantragung von Fördermitteln aus dem Digitalpakt ermöglichen. Fachbereichsleiterin Thiel betonte, dass auch bei diesem Thema die Schulleitungen und die Fachverwaltung einen intensiven Austausch pflegen.

Zentrales Thema war die Beteiligung der Gemeinde Söhlde an der Bewerbung der Region Hildesheim um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Nachdem Bürgermeister Huszar den weiteren Ablauf des Bewerbungsverfahrens und die damit einhergehenden Kosten skizziert hat, warb er für die Fortsetzung der Beteiligung an diesem Projekt zunächst für das Jahr 2020. Vordergründig löse diese zwar Kosten aus; Ziel sei jedoch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einer gesamten Region, zu der auch die Gemeinde Söhlde gehört. Abschließend bat er die Ausschussmitglieder, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, durch welche konkreten Maßnahmen auch die Gemeinde Söhlde hiervon profitieren könne. Für die SPD-Fraktion erklärte Ratsherr Grajetzky, dass nach zunächst einigem Zögern nunmehr auch hier angesichts der maßvollen Kostenausweitung die volle Unterstützung gegeben ist. Ratsherr Meinhardt machte für die Gruppe CDU/Neue Mitte deutlich, dass die Erhöhung der Aufwendungen um 100% kritisch gesehen wird. In Anlehnung an den im Kreistag zu dieser Thematik gefassten Beschluss brachte Ratsherr Meinhardt einen gegenüber dem Verwaltungsvorschlag abgewandelten Vorschlag über die Beteiligung am Bewerbungsverfahren ein, welcher letztlich einstimmig bei zwei Enthaltungen angenommen wurde. Die endgültige Beschlussfassung hierüber obliegt dem Rat; diese ist im Rahmen eines „Public Voting“ aller kreisangehörigen Kommunen am 28.08.2019 in Detfurth vorgesehen.

Erfreuliches konnte Bürgermeister Huszar aus der Sitzung des Rates vom 25. Juni 2019 berichten. Der Rat hat sich dem Vorschlag des Fachbereichsausschusses II angeschlossen und die Voraussetzungen für die Schaffung einer Stelle für einen Jugendpfleger oder eine Jugendpflegerin geschaffen. Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet. Bedauerlicherweise ging auch dieser Prozess nicht ohne ein mediales Störfeuer der Gruppe CDU/Neue Mitte vonstatten. Mit der im Kehrwieder Söhlde vom 06. Juni 2019 veröffentlichten Formulierung „… Es ist nach unserer Auffassung sinnvoller, zunächst vergleichsweise wenig Geld für die Erstellung eines Konzeptes auszugeben, um dann konkrete Ideen umzusetzen, als schlicht die Stelle eines Jugendpflegers mit erheblichen Personalkosten zu schaffen, ohne dass dieser weiß, was zu tun ist.“, hat die Gruppe es fertiggebracht, eine ganzen Berufsgruppe zu verunglimpfen. Dies hat schließlich auch den langjährigen Kreisjugendpfleger und Lehrbeauftragten am Institut Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim, Klaus Bange, zu der hier einsehbaren Stellungnahme veranlasst.

Pressestelle